Theatergruppe

Entstehung
Begonnen hat alles 1991. In diesem Jahr feierte die Landjugend Reuthlas ihr 35 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß wurde beschloßen , einen Jubiläumsabend für alle LJ- Mitglieder, Eltern und Interessierte abzuhalten.

Das Programm des Abends bestand aus Volkstanz, Geschichten und einem Theaterstück. Da uns die bereits fertigen Theaterstücke , die man überall bestellen kann, zu langweilig waren und wir auch nicht unbedingt Text auswendig lernen wollten, beschlossen wir, selbst ein Theaterstück zu schreiben.

Also setzten wir uns zusammen und überlegten uns ein Thema und den groben Ablauf der Geschichte. Dies sind dann immer die einzigen Schriftstücke, die für unsere selbst geschriebenen Stücke existieren. Danach geht es einfach auf die Bühne und der Text ergibt sich während des Spiels. Dadurch haben wir auch immer die Möglichkeit aktuelle Ereignisse und neue Gags mit einzubauen. Dasselbe Theaterstück variiert dadurch immer etwas bei jeder Aufführung.

Die Stücke werden meistens auf dem Theaterabend des Kreisverband bzw. der LJ Reuthlas vorgeführt. Traditionell imme mit einem neuen Stück auf unserer Weihnachtsfeier.

Die Besetzung aus vergangen Zeiten

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Bericht in der Frankenpost zum aktuellenTheaterstück 2015/2016

Mitunter proben sie im Dunkeln. "Das ist erstens lustig, und zweitens muss man sich da total auf die anderen einstellen", sagt Pressesprecherin Sophia Ordnung mit einem Lächeln in der Stimme. Sie spielt selbst seit fünf Jahren mit, und weiß es zu schätzen, dass bei der Landjugend Reuthlas das Theaterteam alle Fäden selbst spinnt: "Wir sind Autor, Regisseur und Schauspieler zugleich."

Zurzeit sind neun Kreative von 17 bis 26 Jahren am Start - und zwar vom ersten Brainstorming bis zum fertigen Drehbuch. "Das ist das Besondere an unserer Gruppe: Wir machen alles selbst", verrät Sophia Ordnung. Jede Menge Lokalkolorit, ein breiter "O'bercha" Dialekt und Zuschauer, die sich in manchen Figuren garantiert wiedererkennen, machen den Erfolg der Theaterabende aus.

Diesmal stehen zwei Stücke auf dem Programm, jedes etwa eine Dreiviertelstunde lang. "Die Frankenwaldklinik" handelt von einer gelangweilten Krankenhaus-Crew, die nicht weiß, wie sie den Tag herumbringen soll. Erst als eine hochschwangere Arbeitslose eingeliefert wird, kommt die müde Truppe auf Trab. Da die frisch gebackene Mutter nicht weiß, wer der Erzeuger ihres Wonneproppens ist, macht die Klinik kurzerhand einen Vaterschaftstest - und das Ergebnis ist eine große Überraschung.

ueber uns theatergruppeTurbulent geht es auch im zweiten Teil zu: In "Verklag mich doch" treffen sich zwei Freunde am Teich zum Abfischen. Sie lassen abends das Wasser ab und staunen tags darauf nicht schlecht, als kein einziger Fisch zu sehen ist. Zu allem Übel kommt nun auch noch ihre Vermieterin und will die Pacht eintreiben. Nun ist guter Rat teuer: Wer hat die Fische geklaut?

Wie das alles ausgeht, verrät Sophia Ordnung natürlich nicht. Aber sie versichert, dass sich die Besucher auf lustige Szenen freuen dürfen, "und wir bringen wie immer jede Menge bleeds Gewaaf mit rein". Die Theaterabende der Landjugend Reuthlas sind immer etwas Besonderes, denn sie finden nur alle drei Jahre statt. Dort zeigt die Gruppe immer die besten zwei Stücke der Weihnachtsfeiern der vergangenen drei Jahre. Die Proben für Weihnachten starten jedes Jahr im Oktober, zwei Mal die Woche. Im Moment trifft sich das Team sogar drei Mal wöchentlich, damit bis zu den Ahornberger Theatertagen alles sitzt.

"Man merkt, dass man von Jahr zu Jahr professioneller wird", sagt Sophia Ordnung und verrät, dass es halb so schlimm ist, wenn einer mal den Text vergisst. "Ab und zu muss man eben auch mal improvisieren." Und das geht umso besser, wenn man Drehbuchschreiber und Schauspieler in einem ist.